_ Neubau eines Ausstellungs-und Schulungsgebäude,
TENTE, Wermelskirchen

_ Projektdetails

Fertiggestellt /Juni 2017
Arbeitsgemeinschaft/Monse + Molnar | Großkemm + Richard
Architekten Stadtplaner Innenarchitekten
Bauherr/TENTE Immobilien GmbH, Wermelskirchen
Fotos/Sigurd Steinprinz

_ Kurzbeschreibung:

Die Firma Tente Rollen aus Wermelskirchen ist als führender Rollenhersteller international tätig und beschäftigt sich im Rahmen Ihrer Produkte mit dem Thema Mobilität. Zur Präsentation der Produkte und zur Koordination von Mitarbeiterschulungen wurde für die Tente International ein Ausstellungs- und Schulungsgebäude erforderlich.

Das zweigeschossige Gebäude ist als Betonskelettbau mit einem kreisrunden Mittelteil und zwei Gebäudeflügeln konzipiert. Innerhalb des Erdgeschosses sind zwei Ausstellungsbereiche organisiert welche sich durch Sichtbetonfläche, PU-Böden und sichtbarer Installation werkstattartig charakterisieren. Im Obergeschoss präsentieren sich die Schulungs- und Konferenzräume mit den Büroflächen für die Mitarbeiter. Sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss sind innerhalb des runden Mittelbaus Empfang, Lobby, Terrasse und eine Ausstellung zur Historie der Firma untergebracht.

_ Einbindung in die Städtebauliche Umgebung

Das Ausstellungs- und Schulungsgebäude des Rollen Herstellers TENTE-ROLLEN wurde auf einem für die gewerbliche Nutzung ausgewiesenen Grundstück, dem bestehenden Produktions- und Verwaltungskomplexes vorgelagert errichtet. Außerhalb des Zentrums von Wermelskirchen befindet sich der Standort in einem heterogen gewachsenen Wischgebiet. Das Gebäude entwickelt sich auf der einen Seite parallel zur Herrlinghauser Straße und über ein Gelenk mit dem zweiten Flügel auf das bestehende Hauptgebäude zuweisend.

_ Architektur und Gestaltung

In dem Multifunktionsgebäude wird die Marke TENTE-ROLLEN (Rollen für das Gesundheitswesen-Krankenhausbetten, Kofferrollen. Rollen für die industrielle Anwendung) präsentiert. Schulungen, Konferenzen, Marken-Produktentwicklung sind die Nutzungsinhalte des zweigeschossigen Gebäudes. Organisiert wurden die unterschiedlichen Nutzungsbereiche in zwei Gebäudeflügeln um den kreisrunden Mittelteil, mit Empfang, Lobby, Treppe und Aufzug.

_ Konstruktion-Material

Die Betonskelettbauweise ermöglicht flexible Räume für den Ausstellungs- und Anwendungsbereich. Durch Sichtbetonflächen, sichtbar bleibende Haustechnik und PU-Böden wird der Werkstattcharakter des Gebäudes unterstrichen. Um im Obergeschoss flexible Konferenzraumgröfien zu ermöglichen werden diese Räume stützenfrei mit Stahlbindern überspannt. Eine natürlich belüftete Tiefgarage befindet sich unter dem gesamten Erdgeschoss. Neben dem Haupttreppenhaus mit zur Fassade verglastem Aufzug, wird das Erd- und Obergeschoss über eine Stahltreppe in einem Luftraum erschlossen. Das Flachdach wurde extensiv begrünt, das anfallende Regenwasser versickert auf dem Grundstück über eine Rigolen- und Teichanlage. Die Fassade der Ausstellungs- und Schulungsbereiche sind großflächig zu beiden Raumlängsseiten verglast, die geschlossenen Fassadenflächen sind mit großformatigen bruchrauen Schieferplatten bekleidet. Der runde Mittelbau mit eingezogenem Eingangsbereich und Loggia im Obergeschoss ist mit nicht sichtbar befestigten, gebogenen Aluminiumpaneelen gestaltet.

_ Energiekonzept

Die Heiz-Energieerzeugung erfolgt über eine Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung die auch für die Gebäudekühlung ausgelegt ist. Die Be- und Entlüftung der Räume wird über eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gesteuert.

 

Teilnahme am Wettbewerb: "Auszeichnung guter Bauten" 2017 der BDA-Gruppe Bergisch-Land